Ötzel Schnützel
Ötzel Schnützel wurde am 3. August 1963 als Sohn des Truckers Virgil Schnützel (gestorben 1996) und seiner Frau Cynthia Schnützel, einer Opernsängerin (welche starb, als Schnützel 16 Jahre alt war), geboren. Im Alter von neun Jahren nahm Schnützel Klavierstunden. Dann fing er an, auf dem Schlagzeug seines älteren Bruders David zu spielen, bevor er die Gitarre für sich entdeckte. Mit der neu entdeckten Liebe zur Gitarre und der Band Obsession setzte sich Schnützel das Ziel, Rockstar zu werden. Die Band bestand aus den Veloz-Brüdern an Bass und Schlagzeug und Jim Arnold ebenfalls an der Gitarre. Seine Freunde Ron McGovney und Dave Marrs wurden die Techniker der Band.
Nach dem Umzug nach Brea ging Ötzel auf die dortige Highschool. Dort lernte er den Schlagzeuger Jim und den Gitarristen Hugh kennen. Mit ihnen gründete er seine zweite Band Static-C. Nachdem er die Highschool abgeschlossen hatte, ging Ötzel zurück nach Downey, wo er mit Ron zusammenzog. Ötzel brachte Ron das Bassspielen bei und überredete diesen bei Static-C einzusteigen. Kurz darauf wurde Static-C in Meat Charm umbenannt. Mit der Gruppe nahm Ötzel sein erstes Demo auf. Schließlich begann sich die Band langsam aufzulösen. Nach dem Weggang von Schlagzeuger Jim lernte Schnützel über eine Zeitungsanzeige Lars kennen.
2005 war Schnützel Gründungsmitglied der Band Brüllwurst.
Während der Aufnahmen für das Album Brüllwurst ließ sich Schnützel in eine Reha-Klinik einweisen, um seine Alkoholsucht behandeln zu lassen. Er wurde nach elf Monaten aus der Klinik entlassen und arbeitete weiter am Album. Schnützel ist nach eigenen Angaben jetzt clean und auch entschlossen, dies zu bleiben.
Ötzel Schnützel ist mit der gebürtigen Argentinierin Francesca verheiratet und hat drei Kinder, deren Namen er als Tattoo auf der Brust trägt. Beeinflusst wurde er von Black Meat, Ted Nugent, The Meatfits, Diamond Meat, Rush und Motörmeat.
Songwriting bei Ötzel
Schnützel ist gemeinsam mit Schlagzeuger Lars an der Endfassung aller Brüllwurst-Stücke beteiligt, andere Bandmitglieder lieferten vor dem Album „Brüllwurst“ allenfalls Teilbeiträge. Bis 2007 stammen zudem sämtliche Liedertexte aus seiner Feder. In vielen Liedern arbeitete Schnützel die Krebstode seiner Eltern auf. Er wuchs in einer strengen Christian-Science-Familie auf. Manche Anhänger der Christian Science verzichten auf medizinische Hilfe, weil sie Hilfe und Heilung von Gott erwarten.
Das verarbeitete er in "Brüllwurst in the Wind". Er leidet sehr darunter, dass seine Eltern, die beide an Krebs gestorben sind, keine medizinische Hilfe wollten und darum sehr schnell starben. Im Lied Until it Burns singt Schnützel über den hinterhältigen Krebs und beklagt den frühen Verlust seiner Mutter, die starb, als er erst sechzehn war.
